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hefted

Status
iOS · Beta
Rolle
Idee · UX · Entwicklung · Betrieb
hefted Vorschau

Bei mir liegt ständig ein Stapel Papier herum, der wichtig ist. Oder auch nicht, so genau weiß man das ja nie. hefted löst genau diesen Stapel auf: Papierkram abfotografieren, und die App benennt ihn, ordnet ihn ein und legt ihn wiederauffindbar ab, damit man ihn danach vergessen darf. Die einordnende KI läuft dabei komplett auf dem Gerät, ohne Konto und ohne Server.

Ausgangslage

hefted ist aus einem Frust entstanden: Ich vergesse ständig, Rechnungen so abzulegen, dass ich sie wiederfinde. Der Grund ist immer derselbe, es kostet Aufwand. Mal hat man den Beleg auf Papier, aber keine passende Scanner-App zur Hand, mal kommt er per E-Mail oder über Amazon, mal wird er einem an der Kasse in die Hand gedrückt. Jedes Mal muss man daran denken, ihn zu digitalisieren, irgendwo abzulegen und den Dateinamen so zu wählen, dass man ihn für Garantie oder Steuer wiederfindet. Und selbst wenn ich das eine Weile durchgehalten habe, landete am Ende doch wieder eine Datei in irgendeinem Ordner, die ich später aufräumen wollte und dann nie aufgeräumt habe.

Das betrifft nicht nur Rechnungen. Gutscheine bekommt man per Post, im Prospekt oder geschenkt, und dann liegen sie zu Hause und man hat sie nie dabei, wenn man sie braucht. Dasselbe gilt für Briefe und alles andere, von dem man denkt, das kann ich nicht wegwerfen, vielleicht brauche ich es noch. Am Ende liegt es auf einem Papierstapel, bis man den irgendwann durchgeht.

Abfotografieren und vergessen dürfen

Die Usability von hefted hat genau eine Aufgabe: die Sorge zu entfernen. Man startet den Kamera-Scanner direkt über den Action Button, fotografiert das Dokument ab und steckt das Handy wieder weg. Den Rest erledigt die App im Hintergrund, solange das System sie lässt, etwa wenn das Gerät am Strom hängt, und das ganz ohne Internet. Um den Dateinamen, den Speicherort oder das Wiederfinden muss man sich nicht kümmern. Man darf es einfach vergessen, bis man es wieder braucht.

Die KI bleibt auf dem Gerät

Der Auslöser war der Moment, in dem mit Apple Intelligence eine KI direkt auf dem iPhone verfügbar wurde. Genau die langweilige Arbeit, ein Dokument zu benennen und zu erkennen, was darauf relevant ist, kann sie übernehmen. Das hat mich überzeugt, das Ganze konsequent auf dem Gerät zu bauen. Die Dokumente verlassen das Handy nicht, es gibt kein Konto und keinen Server, und wo die Dateien am Ende liegen, entscheidet der Nutzer selbst, vom iCloud-Ordner bis zum eigenen NAS. Das ist nicht nur eine Datenschutz-Entscheidung. Sie macht die App offline nutzbar und hält sie schlank.

Gebaut ohne eine Zeile Swift

hefted habe ich vollständig mit Claude Code gebaut, und ich schreibe kein Swift. Das war der eigentliche Reiz an dem Projekt: herauszufinden, ob ich eine App allein mit KI-Werkzeugen bauen kann, ohne dass am Ende Müll dabei herauskommt, sondern etwas Solides und Sicheres.

Der Schlüssel war, nicht selbst zu coden, sondern die Entwicklung zu führen. Ich habe geplant, die Architektur vorgegeben, Coding-Vorgaben gesetzt, jede Änderung kontrolliert und auf Tests bestanden. Also genau die Rolle, die ich auch in einem Team einnehme, nur dass das Team hier ein KI-Werkzeug war. Idee, Design, UX und Betrieb liegen ohnehin bei mir. Herausgekommen ist eine native iOS-App, hinter deren Qualität ich stehe, in einer Sprache, die ich selbst nicht schreibe.

Ergebnis

  • Scannen, den Rest macht die AppEin Dokument über den Action Button scannen, die App benennt es, ordnet es ein und legt es ab.
  • KI komplett auf dem GerätDie Dokumente verlassen das iPhone nicht.
  • Kein Konto, kein ServerFreie Speicherwahl, vom iCloud-Ordner bis zum eigenen NAS.
  • Offline, EinmalkaufFunktioniert ohne Internet, mit Steuer-Export und Einmalkauf statt Abo.

Womit

  • Swift
  • SwiftUI
  • Apple Intelligence (on-device)
  • Claude Code

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